Geiz ist geil. Das Werbeslogan sorgt für Kaufrausch in manchen Kaufhäusern, dürfte wohl weniger Anklang finden unter Hartz IV Empfängern oder in den Erdbebentrümmern in Haiti. Gar zynisch dürfte "Geiz ist geil" in den Ohren von Menschen klingen, die unter der weltweiten Finanzkrise leiden oder die händeringend versuchen, über die Runde zu kommen.
Passend sowohl zur Passionszeit als auch zur aktuellen Gesellschaftslage greift die St. Paulsgemeinde das Thema "Habgier" (Avaritia) in einem Gesprächsgottesdienst in der Alten Nikolaikirche. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Habgier oder Habsucht ist das übersteigerte, rücksichtslose Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen.Die Habgier wird in vielen Kulturen moralisch verurteilt und zieht auch in Sagen, Märchen und Religionen Strafen nach sich.In der Bibel heißt es: Und Jesus sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier, denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat" (Lukas 12,15).

