Dr. Christian Baumann
Seit langem spielt er schon die Orgel in den verschiedensten Gottesdiensten, eine ganze Reihe Jahre davon in der Alten Nikolaikirche. Das heißt, dass er ein "alter Hase" ist, was die Mitwirkung im Gottesdienst betrifft - übrigens eine tiefe Leidenschaft von ihm, wie er sagt, die Musik mit der Verkündigung zu verbinden. Doch nicht nur die Kirchenmusik gehört zu seinem Repertoire, er hat auch keine Berührungsängste dem Jazz oder der Unterhaltungsmusik gegenüber und probiert an der Orgel immer wieder neugierig Verschiedenes aus. Nur spannungsreich muss die Musik sein, darf nicht einfach so dahinplätschern. Die Orgel der Alten Nikolaikirche nennt er ein Instrument mit Seele, trotz mancher Schwächen - und lotet ihre Möglichkeiten aus. Aber auch Kammermusik hört er gerne und ab und an eine Wagneroper. Nun meint man fast, die Musik sei sein Hauptberuf, aber nein: Studiert hat er Physik und Chemie und arbeitet zur Zeit als Fachreferent für diese Fächer bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt. Zur Paulsgemeinde hat er über seine Frau Karin gefunden, die im Weckmarkt aufwuchs und bis zu ihrer Hochzeit dem Kirchenvorstand unserer Gemeinde angehörte und jetzt Kantorin der Heinrich-Schütz Kantorei ist, in der beide mitsangen. Die Musik verbindet die beiden. Und zuhause in Bad Vilbel wird mit den beiden Kindern natürlich auch viel Musik gemacht.
Klaus Erdmann
Seit vielen Jahren bereichert er immer wieder die Gottesdienste in der Alten Nikolaikirche mit seinem Orgelspiel, mit dem Singen und Musizieren von Liedern aus Taizé, mit seinen schönen Sommerbildern und Skulpturen. Er wurde 1937 in Jena in Thüringen geboren und fand schon früh seinen Weg zur Kirche und zur Orgelmusik. 1957 kam er nach Frankfurt. Nach dem Schulmusik- und Germanistikstudium unterrichtete er Musik und Deutsch am Lessing-Gymnasium bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000, Ruhestand natürlich nur von der Schule! Öfters ist er auch im "mampf", dem bekannten Jazzlokal in Frankfurt, mit frühem Piano-Jazz (Ragtime, Blues, Evergreens) zu hören. In seinem Waldgarten vor den Toren Frankfurts findet er körperlichen Ausgleich, Motive für seine Bilder und Ideen für seine Skulpturen. Wie schön ist es, dass die Paulsgemeinde auch noch von seinem Können "profitieren" darf, vor allem von seinem Orgelspiel. "Die Orgel sehe ich als Partnerin der Verkündigung des Wortes Gottes im Gottesdienst an. Hell und freundlich soll sie erklingen, um Gott zu loben und zu preisen und ihm zu danken", sagt er selbst.

